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Honiggurami (Trichogaster chuna), naturhistorische Tafel
Illustration, keine eigene Haltungsaufnahme. Trichogaster chuna

Honiggurami

Trichogaster chuna · Honigfadenfisch · Colisa chuna · Honey Gourami
einfach
54 lBecken ab
22–27 °CTemperatur
5.5 cmEndgröße
pH 6,0-7,5Säuregrad
GH 4–15Härte °dH
2+Gruppe

Honigguramis (Trichogaster chuna, früher Colisa chuna) brauchen ein Becken ab 54 Litern / 60 cm, 22–27 °C, weiches bis mittelhartes Wasser (pH 6,0–7,5) und eine Abdeckung, weil sie Luft atmen. Ein Paar ist das Minimum; zwei Männchen in 54 Litern sind Stress, kein Harem.

Passt das zu dir?

Ja, wenn

  • Du willst einen ruhigen Labyrinthfisch, der nicht die Vase vom Kampffisch erbt.
  • Das Becken ist dicht bepflanzt, schwach strömend und hat Schwimmpflanzen.
  • Du hältst mindestens ein Paar und kannst das Weibchen bei Balz schützen.

Nicht halten, wenn

  • Nano unter 50 Litern oder offenes Glas ohne Deckel.
  • Starke Strömung, Sumatrabarben, Guppys mit Schleier oder ein Betta-Männchen als Mitbewohner.
  • Du willst ein einzelnes Schautier wie einen Kampffisch.

Mindestens ein Paar. Seriously Fish empfiehlt 4–6 Tiere; dann 1 Männchen auf mehrere Weibchen und eher 80–100 Liter, sonst hetzt das Männchen.

Haltung

Der kleinste gängige Fadenfisch. Seriously Fish: 45–55 mm SL, Grundfläche 60 × 30 cm für ein Paar oder eine kleine Gruppe, 22–27 °C, pH 6,0–7,5, Härte 36–268 ppm (rund 2–15 °dH). Deutschsprachige Archive (my-fish, DRTA) setzen dieselben 54 Liter an und raten zu schwacher Strömung. Das 20-Liter-Nano aus Shoptexten ist keine Haltung, es ist ein Verkaufsargument.

Er ist friedlich gegenüber fremden Arten und langsam. Wer ihn mit hungrigen Barben oder Schleierguppys setzt, sieht einen Fisch, der nicht ans Futter kommt und blass wird. Garnelennachwuchs ist Futter, adulte Amanos meist nicht. Zwei Männchen brauchen Reviere; in 60 cm reicht oft eines.

Wie alle Osphronemidae atmet er atmosphärische Luft. Kalte Luft über offenem Wasser ist der stillere Fehler als der falsche pH.

Herkunft: Ganges- und Brahmaputra-Tiefland (Nordindien, Bangladesch, Assam, Nepal) — dicht bewachsene Stillgewässer, Gräben, überschwemmte Felder. Familie Osphronemidae. Schicht im Becken: oben. Ernährung: omnivor. Lebenserwartung: 3–5 Jahre. KH 2–8 °dH. Empfohlen eher 80 l bei 60 cm Kantenlänge.

Zucht

Schaumnestbauer. Das Männchen klebt ein kleines Nest unter einem Blatt oder in die Ecke, umarmt das Weibchen darunter, trägt die Eier ins Nest. Das Weibchen danach raus. Schlupf nach 24–36 Stunden, Freischwimmen nach weiteren 24–48 Stunden (Seriously Fish). Aufzucht mit Infusorien, dann Artemia-Nauplien. Weiches, warmes Wasser um 27 °C, Deckel dicht — die Larven brauchen feuchte Luft für das Labyrinth. Das ist ein Zuchtbecken, kein Gesellschaftsbecken.

Typische Fehler

Ein Einzeltier „weil Kampffische auch allein gehen“. Zwei Männchen im 54er. Offenes Becken am Fenster. Starke Strömung. Trockenfutter als einzige Kost. Und die Idee, Gold- und Sunset-Zuchtformen seien eine andere, anspruchslosere Art — Pflege identisch, nur die Balzfärbung fehlt.

Was das Becken braucht

Abgeleitet aus den Werten oben. Die Empfehlung folgt dem Bedarf, nicht umgekehrt.

  • Abdeckung und 2–3 cm Luftspalt — Labyrinthorgan, Zugluft entzündet es, sie springen.
  • Schwammfilter oder stark gedrosselter Filter. Schaumnester und die Fische selbst zerfallen in Strömung.
  • Schwimmpflanzen und Sichtschutz. Das Weibchen braucht einen Winkel, den das Männchen nicht dauernd findet.
  • Kleines Frost- und Lebendfutter zusätzlich zum Trockenfutter — sonst bleibt die Farbe grau.

Quellen

Haltungsdaten aus Fachquellen, Stand Recherche 2026. Eigene Beckenprotokolle ersetzen diese Zahlen, sobald das Verlagsaquarium läuft — nicht vorher.