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Molly (Poecilia sphenops), naturhistorische Tafel
Illustration, keine eigene Haltungsaufnahme. Poecilia sphenops

Molly

Poecilia sphenops · Breitflossenkärpfling · Black Molly
mittel
100 lBecken ab
24–28 °CTemperatur
10 cmEndgröße
pH 7,5-8,5Säuregrad
GH 15–30Härte °dH
4+Gruppe

Mollys sind größer und empfindlicher als ihr Ruf: Becken ab 80 cm / 100 Litern, 24–28 °C, hartes basisches Wasser (pH 7,5–8,5). Weiches Wasser und Unterkühlung holen sie schneller als jeder „Anfängerfehler“ bei Guppys.

Passt das zu dir?

Ja, wenn

  • Hartes, eher basisches Leitungswasser.
  • Platz für ausgewachsene 8-cm-Weibchen.
  • Du willst Lebendgebärende, die etwas ruhiger sind als Guppys.

Nicht halten, wenn

  • Weiches Amazonaswasser.
  • 54-Liter-Becken auf Dauer.
  • Kühle 20 °C ohne Heizer.

1 Männchen auf 2–3 Weibchen, Becken eher größer als beim Guppy

Haltung

Black Mollys sind Zuchtformen von Poecilia sphenops (manchmal mit latipinna-Einkreuzung). Der Handel verkauft sie als Anfängerfisch. In weichem, kühlem Wasser bekommen sie die typische Molly-Krankheit: Atemnot, Zittern, plötzliche Verluste. Das ist Haltung, nicht Pech.

Salzzusatz wird oft als Allheilmittel empfohlen. Er kann in hartem Wasser unschädlich sein; in einem bepflanzten Süßwasserbecken mit Corydoras ist er ein Problem. Zuerst Härte und Temperatur richten, dann über Salz reden.

Herkunft: Mittelamerika, oft küstennah und hartes Wasser. Familie Poeciliidae. Schicht im Becken: mitte. Ernährung: omnivor. Lebenserwartung: 3–5 Jahre. KH 8–20 °dH. Empfohlen eher 160 l bei 80 cm Kantenlänge.

Zucht

Lebendgebärend, Würfe alle vier bis sechs Wochen. Jungtiere sind größer als Guppyjunge und etwas weniger gefährdet. Trotzdem Pflanzen als Versteck.

Typische Fehler

Weiches Wasser. 20 °C. 60-cm-Becken für sechs ausgewachsene Weibchen. Salz auf Corydoras. Zusammen mit Diskus.

Was das Becken braucht

Abgeleitet aus den Werten oben. Die Empfehlung folgt dem Bedarf, nicht umgekehrt.

  • Heizer. Mollys sind wärmer zu halten als Guppys.
  • Hartes Wasser; ein Teelöffel Meerwasser- oder Aufhärtesalz ist optional, kein Muss, wenn GH und KH schon hoch sind.
  • Grünanteil im Futter (Spirulina, Gemüse, Aufwuchs).
  • Mehr Volumen als „ein Guppybecken“ — sie werden einfach größer.

Quellen

Haltungsdaten aus Fachquellen, Stand Recherche 2026. Eigene Beckenprotokolle ersetzen diese Zahlen, sobald das Verlagsaquarium läuft — nicht vorher.