Neonsalmler sind Schwarmfische für reifes, eher kühles Wasser: 20–24 °C, pH 5,5–7,0, Gruppe ab 10 Tieren, Becken ab 54 Litern. Dauertemperaturen über 26 °C und ein Paar „zur Probe“ sind die zwei Wege, sie schnell zu verlieren.
Passt das zu dir?
Ja, wenn
- Dein Wasser ist weich bis mittelhart und nicht stark basisch.
- Das Becken ist eingefahren (kein Nitrit mehr).
- Du kannst 10 oder mehr Tiere kaufen, nicht 3.
Nicht halten, wenn
- Das Becken ist neu und noch in der Einfahrphase.
- Du hältst Diskus bei 29 °C — zu heiß für Neon.
- Skalare oder andere Maulräuber sitzen schon drin.
Schwarm ab 10, besser 15. Unter 8 Tieren werden sie scheu und krankheitsanfällig.
Haltung
Paracheirodon innesi kommt aus kühleren Schwarzwasserbächen als der Rote Neon. Deshalb ist 22 °C oft besser als 26 °C. Die oft zitierten 28 °C stammen aus der Laichstimulation, nicht aus der Dauerhaltung.
Ein Schwarm unter 10 Tieren steht dauernd unter Alarm. Sie stehen dann in der Ecke, verlieren Farbe und bekommen Neonkrankheit (Pleistophora) leichter. Das ist kein Infekt, der „zum Neon dazugehört“ — es ist Stress plus dichte Haltung plus oft zu warmes Wasser.
Herkunft: Schwarzwasserbäche im oberen Amazonas (Peru, Kolumbien, Brasilien). Familie Characidae. Schicht im Becken: mitte. Ernährung: omnivor. Lebenserwartung: 5–8 Jahre. KH 0–8 °dH. Empfohlen eher 80 l bei 60 cm Kantenlänge.
Zucht
Freilaicher. Weiches, leicht saures Wasser, abgedunkeltes Zuchtbecken, Laichrost. Die Elterntiere fressen die Eier und müssen danach raus. Die Zucht ist dokumentiert, aber nichts für das Gesellschaftsbecken.
Typische Fehler
Drei Neons „zum Testen“. Einsetzen am Tag, an dem das Becken eingerichtet wurde. Dauerhaft 28 °C. Vergesellschaftung mit adulten Skalaren. Helles Kiesbecken ohne Schatten.
Was das Becken braucht
Abgeleitet aus den Werten oben. Die Empfehlung folgt dem Bedarf, nicht umgekehrt.
- Dunkler Bodengrund und gedämpftes Licht (Schwimmpflanzen). Dann zeigt sich die Neonfarbe.
- Gruppe ab 10 — der Preis für 10 Tiere ist Teil der Haltungsentscheidung, nicht optional.
- Kein Besatz in den ersten Wochen eines neuen Beckens.
- Feines Futter; große Flocken bleiben liegen und belasten.
Quellen
Haltungsdaten aus Fachquellen, Stand Recherche 2026. Eigene Beckenprotokolle ersetzen diese Zahlen, sobald das Verlagsaquarium läuft — nicht vorher.


