Trichopsis pumila — der knurrende Zwerggurami, oft „Zwergfadenfisch“ genannt — braucht 22–28 °C, pH 5,5–7,5, weiches Wasser, eine Gruppe ab 5 und ein abgedecktes Becken ab 54 Litern / 60 cm. Er ist nicht Trichogaster lalius. Neocaridina-Kolonien überleben bei ihm selten.
Passt das zu dir?
Ja, wenn
- Du willst einen kleinen Labyrinthfisch mit Stimme, nicht den bunten Lalius aus dem 60er.
- Das Becken ist dicht, schwach strömend, mit Schwimmpflanzen und Deckel.
- Garnelennachwuchs ist dir nicht heilig.
Nicht halten, wenn
- Offenes Nano unter 40 Litern.
- Eine Red-Fire-Zuchtgruppe, die überleben soll.
- Starke Strömung, Sumatrabarben oder ein Betta-Männchen als Mitbewohner.
Kleine Gruppe ab 5. Paarhaltung geht in dichtem Becken; zwei Männchen ohne Weibchen-Überhang knurren und rupfen.
Haltung
Im deutschen Handel heißt „Zwergfadenfisch“ oft Trichogaster lalius (Colisa lalia): 5–6 cm, revierbildend, anderes Tier. Trichopsis pumila bleibt 3,5–4 cm, trägt eine dunkle Seitenbinde mit schimmernden Flecken und knurrt hörbar — Seriously Fish: spezialisierte Brustflossen-Sehnen, bei beiden Geschlechtern, vor allem bei Streit und Balz.
Seriously Fish: 45 × 30 cm Grundfläche für ein Paar oder eine kleine Gruppe, 22–28 °C, pH 5,0–7,5, Härte 18–215 ppm (rund 1–12 °dH), Schwammfilter, Deckel. my-fish und DRTA setzen für die Gruppenhaltung 54–55 Liter / 60 cm an und raten zu mindestens fünf Tieren, damit Aggressionen sich verteilen. Das 20-Liter-Nano aus Shoptexten ist ein Paar-Notbehelf, keine Dauergruppe.
Mit kleinen, ruhigen Arten (Boraras, Zwergpanzerwels, Otocinclus) geht Gesellschaft. Mit Neocaridina oft nicht: mehrere Halterberichte bei Seriously Fish beschreiben packweises Jagen, auch adulte Kirschgarnelen. Amanos bleiben häufiger verschont. Wer Garnelen züchtet, hält diesen Fisch nicht.
Herkunft: Unterer Mekong und thailändische Tieflandgewässer (Laos, Vietnam, Kambodscha, Thailand) — Gräben, Reisfelder, Torfsümpfe, dicht bewachsenes Stillwasser. Familie Osphronemidae. Schicht im Becken: mitte. Ernährung: carnivor. Lebenserwartung: 3–5 Jahre. KH 1–8 °dH. Empfohlen eher 60 l bei 60 cm Kantenlänge.
Zucht
Schaumnestbauer. Das Männchen klebt das Nest unter ein Blatt, in eine Röhre oder in feine Schwimmpflanzen, umarmt das Weibchen darunter, trägt Eier ins Nest. Schlupf nach 24–48 Stunden, Dottersack weitere 2–3 Tage (Seriously Fish). Männchen bewacht; adulte fressen den Nachwuchs meist nicht. Larven brauchen Infusorien, dann Artemia-Nauplien, feuchte Luft unter dichtem Deckel. Weiches Wasser, 26–28 °C. Eigenes Zuchtbecken ist ehrlicher als Hoffnung im Gesellschaftsbecken.
Typische Fehler
Verwechslung mit Trichogaster lalius. Zwei Männchen, kein Weibchen, 30 Liter. Offenes Becken. Starke Strömung. Kirschgarnelen „zur Gesellschaft“. Und die Idee, 20 Liter reichten, weil der Fisch klein ist — klein heißt nicht anspruchslos an Luft, Deckel und Ruhe.
Was das Becken braucht
Abgeleitet aus den Werten oben. Die Empfehlung folgt dem Bedarf, nicht umgekehrt.
- Abdeckung und 2–3 cm Luftspalt — Labyrinthorgan, sie springen.
- Schwammfilter, fast stehendes Wasser. Schaumnester und die Fische selbst zerfallen in Strömung.
- Schwimmpflanzen, Laub, Schatten. Helles, kahles Becken macht sie unsichtbar und bleich.
- Kleines Frost- und Lebendfutter. Trockenfutter erst, wenn sie es als Futter erkannt haben.
Quellen
- Seriously Fish — Trichopsis pumila
- my-fish — Trichopsis pumila (Knurrender Zwerggurami)
- DRTA-Archiv — Knurrende Zwergguramis
Haltungsdaten aus Fachquellen, Stand Recherche 2026. Eigene Beckenprotokolle ersetzen diese Zahlen, sobald das Verlagsaquarium läuft — nicht vorher.


