Hydra ist ein Süßwasserpolyp. Unten ein Fuß am Glas, an der Pflanze oder am Filter, oben ein Kranz feiner Arme, oft 5 bis 15 Millimeter, manchmal länger. Grün mit Algen im Gewebe oder braun-grau. Die Nesselzellen holen Kleinzeug: Artemia, Nachwuchs von Red-Fire, Fischbrut. Adulte Guppy und Corydoras merken sie selten. Planarien gleiten flach mit Dreieckskopf. Hydra sitzt und wartet.
Diagnose
Licht an, Scheibe von der Seite. Die Arme stehen offen. Berührung: der Polyp zieht sich zu einem Klumpen zusammen. Nachts oft kürzer. Neue Pflanzen, Lebendfutter, ein Beutel Daphnien: typischer Einstieg. Viele Tiere nach einer Woche Extrafutter: die Kolonie hat zu essen, keinen „Befall aus dem Nichts“.
Zerschneiden vermehrt Hydra. Ein Stück Fuß setzt neu an. Absaugen, nicht zerreißen. Filterschwamm und Deko nicht mit der Schere bearbeiten.
Sofort
Futter in einer Minute, zwei bis drei Tage Fasten bei adulten Fischen. Garnelen eine Prise, die weg ist. Sichtbare Tiere in den Schlauch, Wasser in den Ausguss. Glas und Filtergehäuse mit einem Tuch abwischen, das Tuch nicht ausspülen ins Becken. Füttern.
Neue Pflanzen eine Woche im Eimer ohne Tiere. Wer senkt den Spiegel und tupft 3-prozentiges Wasserstoffperoxid auf die Scheibe, lässt es eine Minute und füllt langsam nach — nicht über Garnelen, nicht in den Filter. Mittel auf Fenbendazol und Betelnuss töten Schnecken mit. Wer Posthorn und Rennschnecken halten will, lässt die Flasche.
Dauerlösung
Die Zahl folgt dem Futter und dem Lebendfutter. Honiggurami und mancher Molly picken Polypen, ersetzen die Prise aber nicht. In einem Nano mit Garnelennachwuchs zählt jedes Tier. Im Gesellschaftsbecken ohne Brut ist Hydra oft nur unschön, solange das Futter in zwei Minuten weg ist.
Hydra sitzt. Planarien gleiten. Beide essen, was du übrig lässt.