Rosige, weiche, ovale Pakete an Scheibe oder Blatt sind fast immer Gelege von Posthorn- oder Blasenschnecken und schlüpfen im Süßwasser. Harte, weiße, kalottenförmige Kapseln legt die Rennschnecke — daraus wird im Aquarium in der Regel nichts. Entfernen mit Karte oder Finger reicht; ein Schneckengift ist die letzte, selten nötige Idee.
Diagnose nach Form
- Rosa bis honigfarben, gallertartig, 5–15 mm, unter Wasser: Posthornschnecke oder Blasenschnecke. Schlüpft nach 1–4 Wochen.
- Rosa, körnig, klumpig, über der Wasserlinie: Apfelschnecke (Pomacea). Schlüpft an feuchter Luft. Art, Recht, Haltung: Apfelschnecke.
- Winzige, fast unsichtbare Gallertballen an Pflanzen, oft übersehen: Blasenschnecke. Sehr produktiv, sobald gefüttert wird. Loswerden und warum es oft scheitert: Blasenschnecken.
- Weiße, harte Kapseln, einzeln, nicht wischbar wie Staub: Rennschnecke (Neritidae). Larven bräuchten Brackwasser. Im Süßwasser bleiben die Kapseln als Flecken, nicht als Plage.
Schneckenkot ist etwas anderes: dunkle Schnüre auf Sand und Deko. Wer Kot mit Eiern verwechselt, bekämpft das Symptom der Fütterung.
Ursache einer „Plage“
Gelege plus Futter. Jede übrige Tablette ist eine Geburtenprämie. Dieselbe Posthornschnecke ist in einem knapp gefütterten Becken Resteverwerter und in einem überfütterten Becken die Kulisse, vor der Leute nach Gift googeln.
Sofortmaßnahme
Gelege mit einer Bankkarte von der Scheibe schieben, Blätter absammeln, 30 Prozent wechseln, drei Tage fast nicht füttern. Fallen fangen adulte Tiere, nicht die Eier. Assassinschnecken fressen andere Schnecken — und bleiben danach als neues Problem, wenn das Futter weiter fließt.
Dauerlösung
Fütterung an das, was in zwei Minuten weg ist. Rennschnecken, wenn du Algenweide ohne Nachwuchs willst. Posthorn, wenn du Resteverwertung willst und Gelege abnimmst. Gift tötet oft Garnelen und den Filter mit. Kupfer ist in dieser Nische keine Lösung, es ist ein Unfall.
Dieselbe Form am Glas ist je nach Art Nutztier oder Plage. Erst bestimmen, dann entscheiden.