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Dornaugen (Pangio kuhlii), naturhistorische Tafel
Illustration, keine eigene Haltungsaufnahme. Pangio kuhlii

Dornaugen

Pangio kuhlii · Kuhli-Dornauge · Pangio semicincta · Coolie Loach
mittel
80 lBecken ab
22–26 °CTemperatur
10 cmEndgröße
pH 5,5-7,0Säuregrad
GH 2–10Härte °dH
6+Gruppe

Dornaugen (Pangio kuhlii und verwandte Pangio-Arten) brauchen feinen Sand, eine Gruppe ab 6 Tieren und ein Becken ab 80 cm / 80 Litern. Sie sind dämmerungs- und nachtaktiv. Scharfer Kies raspelt Barteln und Bauch; ein Einzeltier „als Bodenputzer“ ist keine Haltung.

Passt das zu dir?

Ja, wenn

  • Du fährst Sand, nicht scharfkantigen Kies.
  • Platz für mindestens sechs Würmer derselben Gattung ist da.
  • Du akzeptierst, dass sie tagsüber oft unsichtbar sind.

Nicht halten, wenn

  • Nano mit grobem Kies.
  • Ein oder zwei Tiere hinter der Wurzel.
  • Offenes Becken oder ungesicherter Filteransaug — sie quetschen sich durch Spalten und springen.

Gruppe ab 6, besser 8–10. Ein oder zwei Tiere vergraben sich und bleiben unsichtbar — das ist Stress, nicht „scheu von Natur“.

Haltung

Was im Beutel „Pangio kuhlii“ steht, ist oft P. semicincta oder ein Mix — my-fish und Seriously Fish trennen das. Die Pflege ist dieselbe: Sand, Schatten, Gruppe, weiches Wasser.

Seriously Fish (P. semicincta): 90–100 mm SL, Grundfläche mindestens 60 × 30 cm, 21–26 °C, pH 3,5–7,0, Härte 0–143 ppm, weicher Sand zum Eingraben, sonst Stress und Verletzungen. my-fish für die Handelsgruppe: 80 cm / etwa 112 Liter, 24–26 °C, pH 6,0–7,0, GH 2–8 °dH, mindestens sechs, besser acht bis zehn Tiere. DRTA: Dauerhaltung eher 24–26 °C; 29 °C über Wochen hat Bestände gekippt. 54 Liter sind für sechs ausgewachsene 10-cm-Schmerlen knapp — die Fläche zählt, nicht die Höhe.

Sie sind keine Putzkolonne. Sie sieben Sand nach Kleintieren und Detritus. Tagsüber knäulen sie in Röhren und unter Holz; wer sie „nie sieht“, hat zu wenige Tiere oder zu helles, kahles Becken. Friedlich zu Mitbewohnern, Futterkonkurrenz mit schnellen Bodenfischen verlieren sie.

Herkunft: Südostasien (Malaiische Halbinsel, Sumatra, Borneo, Java) — sandige Bäche, Sümpfe, überschwemmte Wälder. Im Handel oft ein Artenmix.. Familie Cobitidae. Schicht im Becken: unten. Ernährung: omnivor. Lebenserwartung: 8–14 Jahre. KH 1–8 °dH. Empfohlen eher 112 l bei 80 cm Kantenlänge.

Zucht

Freilaicher ohne Brutpflege. Im Gesellschaftsbecken selten erfolgreich. Weiches, saures Wasser, Laub, viel Versteck. Eier und Larven sind Futter für den Rest des Beckens. Wer Nachwuchs will, plant ein Artbecken, nicht den Zufall im 80er.

Typische Fehler

Zwei Tiere auf grobem Kies. Offenes Becken — DRTA: sie springen. Filter ohne Schutzgitter. Salz- und Kupferkuren „weil Schmerlen robust sind“. Und die Idee, ein Nachtfisch würde das Becken tagsüber sauber halten.

Was das Becken braucht

Abgeleitet aus den Werten oben. Die Empfehlung folgt dem Bedarf, nicht umgekehrt.

  • Feiner, runder Sand. Sie graben sich ein; Kies mit Kanten ist ein Haltungsfehler.
  • Gruppe ab 6. Tagsüber Höhlen, Laub, Wurzeln; nachts weiden sie den Boden.
  • Futtertabletten und Frostfutter am Boden nach dem Licht-aus — sonst fressen die Schwarmfische alles.
  • Dichte Abdeckung und Ansaugschutz. Kupferhaltige Mittel meiden; die Haut ist empfindlich.

Quellen

Haltungsdaten aus Fachquellen, Stand Recherche 2026. Eigene Beckenprotokolle ersetzen diese Zahlen, sobald das Verlagsaquarium läuft — nicht vorher.