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Pinselalgen: hart, kurz, oft CO2

Pinselalgen sind 2–10 mm kurze, harte Büschel an Blatträndern, Holz und Filterkanten — grau, schwarz oder dunkelgrün, nicht aufwickelbar. Es sind Rotalgen (Audouinella, Rhodochorton). Ursache ist oft zu wenig oder schwankendes CO2, in Pflanzenbecken zusätzlich Eisen über 0,1 mg/l. Sofort: befallene Blätter weg, Licht 6 Stunden, 30 Prozent wechseln. Die Dauerlösung ist stabiles Pflanzenwachstum, nicht die zweite Flasche.

Kurze schwarze Pinselalgen-Büschel am Blattrand und auf Treibholz
Illustration, keine eigene Haltungsaufnahme. Diagnose: kurze, steife Büschel, festgewachsen. So nicht: lange grüne Fäden, brauner Staub, schleimige Matten.

Diagnose

Zieh. Pinselalgen kommen nicht als Faden. Sie sitzen hart, pinselartig, oft an der Blattkante von Anubias, Javafarn, Cryptocoryne, an Moos, Wurzel und Filterauslauf. Farbe: dunkelgrün, grau, schwarz, manchmal rotbraun. Aquasabi: in Alkohol werden sie rötlich — Nachweis Rotalge, nicht Grünalge.

Otocinclus und Rennschnecken weiden das nicht. Wer „Algenfresser“ kauft, hat die Art verwechselt.

Ursache

Rotalgen spalten Kohlenstoff aus Hydrogencarbonat, wenn freies CO2 knapp ist (biogene Entkalkung). Sie bauen Kalk in die Zellwand ein und werden hart — unattraktiv für Fresser. Aquasabi, Garnelenhaus-Wiki und Aquarium-Ratgeber beschreiben zwei typische Becken:

Ein Gesellschaftsbecken ohne CO2-Flasche braucht diese 20–30 mg/l nicht als Pflichtkauf. Es braucht weniger Licht, mehr wachsende Pflanzen und Wechsel alle 7 bis 14 Tage 30 Prozent — siehe Wasserwechsel. Hartes, karbonatreiches Leitungswasser begünstigt Pinselalgen; Osmose ist Werkzeug für Weichwasserarten, kein Automatismus.

Sofortmaßnahme

Befallene Blätter abschneiden, nicht den Pinsel ausrupfen und die Basis lassen. Holz und Steine rausbürsten oder auskochen. Licht auf 6 Stunden. Fütterung drei Tage auf das, was in 2 Minuten weg ist. 30 Prozent wechseln, Mulm absaugen, Filtermedien in Beckenwasser ausdrücken — nicht unter dem Hahn sterilisieren, siehe Nitritpeak.

Eisenvolldünger halbieren oder pausieren. Schnellwachsende Stängel (Hornkraut, Wasserpest) als Konkurrenz. Amanogarnelen fressen weiche oder abgestorbene Büschel, nicht den steinharten Bestand.

Produkte nur hier, nur lokal: Flüssigkohlenstoff oder verdünntes Wasserstoffperoxid auf einzelne Büschel, Filter kurz aus, Tiere im Blick. Verfärben sie sich weiß oder rosa, ist die Alge tot — dann fressen die Wirbellosen nach. Eine Tankkur mit Algenmittel trifft oft Rennschnecken und den Filter.

Dauerlösung

Pflanzen, die nachtreiben. Licht, das zur Masse passt: 8–10 Stunden bei mittlerer bis starker Beleuchtung. Wechsel als Rhythmus. Eisen, das du misst, nicht die volle Kappe „weil die Flasche das sagt“. Wer CO2 fährt: Zufuhr mit dem Licht, Dauertest alle 4–6 Wochen erneuern, Oberfläche nicht zerblasen.

Wer nach vier Wochen immer noch Pinsel an jeder Kante hat, hat entweder das Eisen nicht gesenkt, das Licht nicht gekürzt oder die Pflanzen nicht wachsen lassen. Posthornschnecken putzen Reste, nicht die Ursache. Siamesische Rüsselbarben fressen manchen Bestand — sie brauchen selbst ein großes Becken und sind kein Pinsel-Spray.

Eisen messen, Licht kürzen, Pflanzen wachsen lassen. Pinsel an Kanten sind selten ein Grund für eine Tankkur.

Quellen

Pflegezahlen aus den genannten Archiven, Stand Recherche 2026. Keine eigenen Messprotokolle. Illustration als Illustration gekennzeichnet.