Neue Becken: 6 Stunden am Stück. Eingewachsene, bepflanzte Becken: 8 bis 10 Stunden. Nicht 12, nicht „den ganzen Tag, weil die LED so schön ist“. Eine Zeitschaltuhr schlägt jedes Spektrum, das du nicht misst. Algen sind in der Einfahrphase fast immer zu viele Stunden.
Warum die Stunden zuerst kommen
Pflanzen brauchen Licht und Nährstoffe im Verhältnis. Viel Licht ohne Nitrat, Phosphat und Kohlenstoff züchtet Algen. Wenig Licht bei gutem Dünger lässt Pflanzen langsam, aber sauber wachsen. Die Stunde ist der Hebel, den du ohne Labor bewegen kannst.
Fensterbank ist ein zweites Licht. Direkte Sonne auf dem Glas macht Kieselalgen und später Grünwasser, unabhängig von der LED. Vorhang oder anderer Standort, nicht eine teurere Röhre.
Einfahren, Fäden, Pinsel
Die ersten zwei bis vier Wochen: 6 Stunden, dann Pause. Steigen Fadenalgen, Stunden lassen, nicht hochdrehen „damit die Pflanzen gewinnen“. Pinsel an Kanten: oft CO2 und Eisen, aber zuerst die Stunden prüfen — Pinselalgen.
Mittagspause (Siesta): 4 Stunden an, 3 aus, 4 an. Manche Becken werden ruhiger, manche nicht. Sie ist kein Muss. Ein Block 8 Stunden mit Uhr ist ehrlicher als eine Siesta, die du vergisst.
Was die Uhr nicht ersetzt
Zu wenig Pflanzen. Zu viel Futter. Kein Wechsel. Ein Diskusbecken mit 12 Stunden Showlicht und drei Stängeln. Die Uhr ist der erste Handgriff, nicht der letzte. Arten mit Dämmerung (Dornaugen) brauchen Verstecke, nicht 14 Stunden Mittag.
„Wie lange Licht Aquarium“ ist eine Zahlfrage. 6 / 8–10 / nicht 12. Die Spektrumdebatte kommt danach, wenn die Stunden sitzen.