Kleine Gruben über den Augen, hinter den Kiemendeckeln, entlang der Seitenlinie. Schleim darin, später offene Löcher. Typisch bei Diskus und Skalar, seltener bei Honiggurami. Das ist Erosion, kein Salz auf der Haut. Weißpunkt sitzt als Korn. Die Grube kommt aus Wasser, Futter und oft Flagellaten im Darm. Eine Flasche „gegen Löcher“ ohne Messung schließt nichts.
Diagnose
Erst der Kopf, dann die Linie. Der Fisch frisst noch, die Gruben sind klein: oft Nitrat, eintönige Flocke, Aktivkohle über Wochen. Weißer, fädiger Kot, dunkle Färbung, stehen in der Ecke: Flagellaten (Hexamita, Spironucleus). Das ist Quarantäne und Tierarzt, nicht der Mulmschlauch allein.
Ein Stoß gegen Holz reißt unregelmäßig, eine Seite. Symmetrische Gruben an beiden Augen: die Krankheit. Flossenfäule franst den Rand, sie höhlt den Schädel nicht.
Sofort
NO2, NH4, NO3. Nitrit über 0 mg/l oder Nitrat über 40 mg/l: 30 bis 50 Prozent wechseln, ±1 °C. Wasserwechsel, Mulm von der Fläche. Aktivkohle raus, wenn sie seit Wochen im Filter sitzt: sie holt auch Vitamine. Futter: Frost, Granulat, nicht nur eine Flocke. Füttern in zwei Minuten.
Metronidazol und ähnliche Wirkstoffe gehören zum Tierarzt, Dosis nach Gewicht, nicht nach Forenrezept. Kupfer trifft Garnelen und oft den Filter. Salz heilt die Grube nicht.
Dauerlösung
Diskus will weiches, sauberes Wasser und Abwechslung auf dem Teller. Skalar verzeiht mehr, nicht 80 mg/l Nitrat. Wechsel 7 bis 14 Tage, 30 Prozent. Neue Tiere zwei bis vier Wochen getrennt. Die Grube füllt sich in Wochen, wenn die Last fällt. Offen, weich, der Fisch steht: Tierarzt, nicht die zweite Hausmischung.
Die Grube zeigt Last. Der weiße Fadenkot zeigt Flagellaten. Beides zuerst messen, dann der Arzt.