DRTA: mindestens 4 Wochen bei etwa 22 bis 25 °C — so lange braucht der Zyklus der meisten Erreger, bis Symptome sichtbar wären. Sera: etwa 4 Wochen, normal füttern, nur behandeln wenn etwas zu sehen ist. Das Glas ist eingefahren, der Kescher bleibt in diesem Becken. Wasser zuerst wie im Beutel, dann langsam an das Ziel. Zwei Wochen sind die untere Kante, die andere Seiten hier nennen; vier Wochen decken den Zyklus.
Diagnose
Ein zweites Glas lohnt, bevor die Tüte aufgeht. Tiere, die im Beutel taumeln, blutig sind oder Fäden am After haben, gehören nicht ins Gesellschaftsbecken — siehe Fische einsetzen. Weiße Körner, milchiger Flossenrand, Zapfen, seitliches Schwimmen: erst hier klären, dann umsetzen. Weißpunkt, Flossenfäule, Bauchwassersucht, Schwimmblase.
Wer kein zweites Glas hat, setzt in ein eingefahrenes Becken mit Nitrit 0 mg/l und misst die nächsten Tage. Das ist Haltung, nicht Quarantäne. Der Besatzrechner vorher, nicht nach dem Kauf.
Ursache
DRTA: auf und in jedem Fisch leben Erreger. Unter guter Haltung hält das Immunsystem sie unten. Der Beutel bringt Stress, Hunger und fremde Stämme. Im Gesellschaftsbecken trifft das den Altbesatz, der diese Stämme nicht kennt. Massensterben nach dem Einsetzen folgen oft diesem Muster, nicht einem „schlechten Filter“.
Bei 22–25 °C ist nach etwa vier Wochen ein Krankheitszyklus durchlaufen. Kühler dauert es länger. Goldfisch bei 10–22 °C braucht deshalb eher die volle Frist, nicht die kurze. Diskus und empfindliche Salmler ebenso. Kampffisch allein im Glas: trotzdem 4 Wochen, bevor er zu Garnelen oder Guppy kommt.
Sofortmaßnahme
- Eingefahrenes Glas, Filter, Heizer, Thermometer. Eine Matte aus dem gesunden Hauptfilter impft — Starterbakterien. NH4 und NO2 bei 0 mg/l, sonst 30 Prozent wechseln. NH4.
- Wasser zuerst nahe am Beutel, dann tropfenweise an GH, KH, pH des Zielbeckens. DRTA: wenn das Ladenwasser ungeeignet ist, sofort bessern, nicht den Fisch in Gift setzen.
- Wenig Versteck, genug, dass sich Neon und Kampffisch hinlegen können. DRTA: knapp halten, damit du siehst, was passiert. Sera: 0,5–1 cm Sand, wenn jemand den Boden braucht.
- Einsetzen wie im Hauptbecken: 15–20 Minuten treiben, 40–60 Minuten angleichen, Beutelwasser draußen. Ersten Abend nicht füttern, dann zwei Minuten. Füttern.
- Eigener Kescher, eigene Schläuche. Täglich Blick auf Haut, Flosse, Atmung. Mittel nur bei Diagnose, nicht „zur Sicherheit“. DRTA: vorbeugende Kuren können später Niere und Bauchwassersucht nach sich ziehen.
Dauerlösung
Vier Wochen beobachten, Werte halten, 30 Prozent wechseln wie im Hauptbecken. Wasserwechsel. Dann umsetzen wie neue Tiere: Kescher, kein Beutelwasser, Licht aus. Sera tauscht in beide Richtungen kleine Portionen Wasser — 200 ml alle zwei Tage —, damit die Immunsysteme sich begegnen. Wer das tut, misst vorher Nitrit in beiden Gläsern.
Ohne zweites Glas bleibt die Frist im Kopf: kleine Gruppen, eine Woche Abstand, Test dazwischen. Das Gesellschaftsbecken ist dann die Beobachtung — ohne den Filter der vier Wochen.
Vier Wochen bei 22–25 °C, eingefahrenes Glas, eigener Kescher. Behandeln, wenn etwas zu sehen ist. Der Beutel ist kein Freibrief.
Quellen
- DRTA-Archiv — Quarantäne für Neuzugänge (mindestens 4 Wochen bei 22–25 °C; eingefahrenes Glas; Wasser zuerst wie bisher; keine vorbeugende Kur)
- Sera — Wie führt man eine Quarantäne durch? (etwa 4 Wochen; nur bei Symptomen behandeln; 200 ml Austausch alle 2 Tage)
Zahlen aus den genannten Texten, Stand Recherche 2026. Die vier Wochen im eigenen Glas gelten vor der nächsten Tüte.