Start / Wissen / Luftschnappen

Fische schnappen an der Oberfläche

Das ist kein Durst — siehe Haben Fische Durst?. Schwarmfische, die wiederholt an der Fläche reißen, haben meist zu wenig Sauerstoff, Nitrit über 0 mg/l oder gereizte Kiemen. Sofort: Oberfläche bewegen, 30 Prozent wechseln, NO2 messen. Kampffisch und Fadenfisch atmen dort normal; bei ihnen ist das Schnappen allein kein Alarm.

Wer dort hingehört

Kampffisch, Zwergfadenfisch, Honiggurami holen Luft mit dem Labyrinthorgan. Ein Zug alle paar Minuten ist Haltung, kein Notfall. Hektisches Reißen, Kiemendeckel weit, alle Arten gleichzeitig oben: Notfall.

Guppy, Neon, Skalar, Welse oben und unruhig: Sauerstoff oder Gift. Hohe Temperatur senkt den Sauerstoffgehalt. Über 28 °C in einem vollgesetzten Becken ohne Bewegung an der Fläche reicht oft für Panik.

Sofortmaßnahme

  1. Filterauslauf an die Fläche oder Luftstein. Kein Sauerstoffmittel aus der Flasche als Erstes.
  2. Nitrit- und Ammoniaktest. Werte über 0 mg/l NO2: 30–50 Prozent wechseln, Temperatur halten, Fütterung aus. Nitritpeak.
  3. Besatz und Liter: der Besatzrechner. Zu viele Tiere ersticken die Fläche, auch bei „gutem Filter“.

Kieme gerötet, Fische nach Tagen immer noch oben, Tests bei 0: dann Parasit oder Kiemenreizung, nicht mehr die Hausmittel-Liste. Weiße Körner auf Flosse oder Kieme: Weißpunktkrankheit. Sonst Tierarzt mit Fischkunde, nicht die dritte Flasche.

Die Geste sieht nach „Luft holen, also Durst“ aus. Physiologie und Messwerte sagen etwas anderes. Deshalb steht diese Seite neben der Durst-Frage, nicht im Shop.