Bepflanzte Becken: 15 bis 30 mg/l gelöstes CO2. DRTA: unter 5 mg/l wachsen selbst robuste Pflanzen kaum, ab 30 mg/l zeigen viele Fische Stress, ab 40 mg/l wird es kritisch. Dauertest mit 4 °dKH-Referenz: blau zu wenig, grün sitzt, gelb zu viel — die Farbe hinkt ein bis drei Stunden hinterher. Nachts die Zufuhr aus. Wer an der Fläche schnappt und kein Labyrinthfisch ist: Ventil zu, Fläche bewegen, 30 Prozent wechseln. Luftschnappen.
Diagnose
Der Dauertest hängt gegenüber dem Diffusor, nicht im Blasenstrahl. Aquariuminsider: nur 4-dKH-Lösung, nicht Beckenwasser — sonst lügt die Farbe mit der KH des Glases. Grün bei 4 °dKH entspricht grob 20–30 mg/l. Gelb: Zufuhr sofort zu. Die Farbe von vor zwei Stunden gilt, nicht die von vor zwei Minuten.
Rechnung ohne Dauertest, nur Schätzung: CO2 (mg/l) = 3,0 × KH × 10(7,0 − pH) (DRTA). Torf, Holz, Soil und pH-Mittel verfälschen die Formel. Miss pH und KH zusammen, tagsüber, nicht in der ersten Lichtstunde.
Zu wenig: Blätter perlen nicht, Pinselalgen an Kanten, Licht über 8 Stunden ohne Kohlenstoff. Zu viel: Guppy, Neon, Skalar reißen an der Fläche, Garnelen klettern, Dauertest gelb. Kampffisch und Zwergfadenfisch holen dort Luft — bei ihnen zählt das Schnappen der anderen Arten.
Ursache
Pflanzen brauchen Kohlenstoff für die Photosynthese. Ohne Injektion holen sie ihn aus Hydrogencarbonat; die KH fällt, der pH folgt. Viel Licht ohne CO2 füttert Algen. Nachts photosynthetisieren sie nicht. sera: bei starker Zufuhr ohne Nachtabschaltung steigt die Konzentration, die Atmung wird eng.
- Niedrige KH. Bei 2 °dH senkt dieselbe Blasenzahl den pH stärker als bei 8 °dH. Soil-Becken und Osmose sind empfindlich — erst KH, dann Gas.
- Zu dicht besetzt. Viele Kiemen, wenig Fläche. Der Besatzrechner vor der Flasche.
- Kein Bedarf. Ein Fischbecken ohne dichte Bepflanzung braucht keine Anlage. Anubias und Javamoos wachsen langsam auch ohne Injektion.
Sofortmaßnahme
- Dauertest gelb oder Schwarm an der Fläche: Magnetventil oder Flasche zu. Filterauslauf an die Fläche. 30 Prozent wechseln, ±1 °C. Wasserwechsel.
- KH und pH messen. Formel nur als Schätzung, wenn kein Torf und kein Soil den pH drücken.
- Blasenzahl um 20–30 Prozent senken (Aquariuminsider), zwei bis drei Stunden warten, dann den Test lesen. Nicht jede Viertelstunde nachdrehen.
- NO2 und NH4 mitmessen, wenn jemand keucht — CO2 ist nicht die einzige Ursache. NH4.
Kein Sauerstoffmittel aus der Flasche als Erstes. Fläche bewegen reicht meist, sobald das Gas steht.
Dauerlösung
15 bis 30 mg/l im Licht, nicht rund um die Uhr. aquascaping-berlin und uscape: Zufuhr 30 bis 60 Minuten vor dem Licht an, 30 Minuten vorher aus. Licht 8–10 Stunden, CO2 synchron. Magnetventil an derselben Uhr wie die Leuchte.
Weiches Wasser, Neonsalmler, Diskus: kleine Schritte, KH nicht unter 3–4 °dH fallen lassen. Hartes Wasser, Guppy, Molly: die Anlage ist oft überflüssig, die Pflanzenwahl entscheidet.
15 bis 30 mg/l, Dauertest grün, nachts aus. Gelb oder Schnappen: Gas zu, Fläche an, 30 Prozent.
Quellen
- DRTA-Archiv — CO2-Rechner (Formel 3 × KH × 10(7−pH); 15–30 mg/l; kritisch ab 30, ab 40 mg/l)
- Aquascaping Berlin — CO2 dosieren (15–25 mg/l als Alltag; über 30 mg/l Gefahr; Nachtabschaltung; 30–60 Minuten vor dem Licht)
- Aquariuminsider — Dauertest (4 °dKH; gelb: sofort aus, Fläche, Wechsel; Blasen grob 1 / 10 l als Start)
Zahlen aus den genannten Texten, Stand Recherche 2026. Der Dauertest im eigenen Glas gilt vor der Blasenzahl auf der Packung.